Meine Reise

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    Auf nach Namibia

    Reisekrankheiten

    Zebras im Etosha Nationalpark

    Wichtige Informationen zu Reisekrankheiten

    Malaria kommt nur im Norden Namibias, Botswanas, Sambia und Simbabwe vor. Dabei insbesondere im Caprivi (nördlich von Etosha), dem Okavango Delta in Botswana und bei den Victoria Falls in Sambia und Simbabwe. Daher ist es besonders wichtig, sich vor Mückenstichen zu schützen. Zu den Risiko-einschränkenden Maßnahmen gehören u.a. abends die Arme, Beine und Füße zu bedecken, ein Mückenmittel mit DEET aufzutragen und ein Mückennetz zu benutzen.

    Benutzen Sie kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie trotz der nötigen Vorsorgemaßnahmen dennoch plötzlich Fieber bekommen, das länger als zwei Tage anhält, sollten Sie zu einem Arzt gehen, um Malaria auszuschließen. Das gilt bis zu zwei Monaten nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland.

    Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Hepatitis A werden empfohlen. DTP haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Auffrischung ist die Wirkung wieder für längere Zeit gegeben. Die reguläre Hepatitis A-Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, deshalb sollten Sie sich diese erst kurz vor der Reise geben lassen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird nur empfohlen, wenn Sie vor Ihrer Namibiareise in einem Gebiet waren, in dem Gelbfieber herrscht.

    Dengue-Fieber und Japanische B-Encephalitis

    Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Diese Mücken stechen vor allem tagsüber und bei künstlicher Beleuchtung. Für weitere Informationen über diese Krankheiten und aktuelle Informationen bezüglich eventueller Epidemien können Sie am besten auf den oben erwähnten Webseiten nachsehen oder Kontakt mit einem medizinischen Institut aufnehmen. Im Gegensatz zu Dengue, gibt es gegen die Japanische B-Encephalitis einen Impfstoff. Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Afrika reisen wollen.

    Zika-Virus

    Wasserfälle in NamibiaDer Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit Grippe-ähnlichen Symptomen sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete verzichten. Es gibt bisher jedoch keine bestätigten Fälle einer Infektion mit dem Zika-Virus in afrikanischen Ländern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

    Gesundheitsmaßnahmen während des Urlaubs

    Diarrhoe

    Veränderung des Rhythmus, des Klimas und der Nahrung (besonders scharfes Essen) können Ihre Verdauung durcheinander bringen. Solange diese Erscheinung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie genug trinken. Wenn Sie reisen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht regelmäßig zur Toilette gehen können. Sollte die Diarrhoe länger als zwei Tage anhalten oder Nebenerscheinungen wie Fieber oder Blut im Stuhlgang auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf.

    Bilharziose

    Beugen Sie einer Infektion vor, indem Sie nicht in stillstehenden Gewässern schwimmen. Insbesondere im Caprivi und im Okavango Delta sollten Sie lieber nicht schwimmen.

    WICHTIG!
    Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein) Fieber, Darmkoliken oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können, nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf. Melden Sie wie lange und wo Sie in Namibia waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten, ist es vernünftig einen Mantoux-Test machen zu lassen (TBC).

     

    Weitere nützliche Tipps

    Bootssafari im Chobe NationalparkHautpflege

    Nehmen Sie auch kleine Wunden ernst. Beobachten und desinfizieren Sie diese und kleben tagsüber ein Pflaster darauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf. Tragen Sie auf unbedeckte Haut immer reichlich Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf, auch in der Regenzeit. Die Sonne am Äquator ist unglaublich stark, auch wenn es bewölkt ist.
    Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, tragen Sie lieber Kleidung aus Baumwolle oder Leinen. Darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können auch Puder verwenden, um Ausschlag zu vermeiden.

    Vor allem in der Trockensaison ist es möglich, einen Zeckenbiss zu bekommen (in den europäischen Wäldern ist die Chance größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine finden, dann betäuben Sie das Tier nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenpinzette (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes eine kreisförmige Rötung auftritt, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

    Sonnenstich

    Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut oder ähnliches und eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser dabei haben, vor allem, wenn Sie in der Natur unterwegs sind und nicht die Möglichkeit haben schnell Trinkwasser zu besorgen. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen), trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und ruhen sich dort eine Weile lang aus.